Stoffwindeln und Einlagen saugen nicht mehr, wegwerfen?

Nach einiger Zeit kann es passieren, dass die gewählten Stopfnadeln nicht mehr so gut saugen, wie gewohnt. Man muss viel öfter wickeln und waschen und trotzdem werden die Klamotten des Babys nass.

Und obwohl die Windeln direkt aus der Waschmaschine kommen, riechen sie unangenehm und schmutzig – nach Ammoniak und irgendwie faul.

Das ist mühsam und jede anfängliche Motivation, nachhaltig und gesund zu wickeln, löst sich in Luft auf.

Was können wir also tun?

Alles in einen Sack packe, ihn in die Ecke knallen und uns über das verursachte Loch im Budget beschweren? Natürlich nicht!

Also lasst uns die Suche nach dem Fehler beginnen!

Nach gefühlt 1000 Seiten Waschanleitungen, die mir empfehlen, den Härtegrad meines Wassers zu testen, habe ich beschlossen den Spieß umzudrehen!

Im Kopf bin ich die häufigsten Fehler beim Reinigen von Stoffwindeln durchgegangen:

  • Überfüllte Waschmaschinen
  • Schlechte Spülleistung der Waschmaschine oder die Verwendung eines Sparprogramms der Waschmaschine.
  • Zu viel Waschmittel oder Enthärter.
  • Falsches Waschmittel (z.B. Seife bei Mikrofaser)
  • Die beliebte Popocreme nach jedem Wickelgang (eine Alternative dazu findet ihr hier)

Und razfatz habe ich den Fehler gefunden! Schuld waren die Popocreme und mein übertriebenes Hygieneverständnis.

Nach jedem großen Geschäft wollte ich die Mikrofaser ordentlich reinigen und habe sie mit Seife sauber geschrubbt.

Aber nun war der Schaden schon angerichtet, die Dinger saugten nicht mehr und rochen, nun ja, eklig!

Nach Recherchen kam ich auf das STRIPPEN. Nein das hat nichts mit einer Stange und immer knapper bekleideten Schönheiten im roten Licht zu tun.

Als STRIPPEN bezeichnet man die Windelkur, die verstopfte Fasern wieder saugfähig macht.

Also nehmen wir die betroffenen windeln, feuchten sie ein und besprühen sie mit einem natürlichen Fleckenlöser. Mein Tipp: Der von Ulrich Natur funktioniert super

Alternativ kannst du auch etwas Soda in Essig und Wasser auflösen und die Windeln min. 1 Stunde darin einweichen. Ich habe es über Nacht liegen gelassen und am nächsten Tag die Windeln ausgedrückt und normal gewaschen.

Zurzeit wasche ich sehr kostengünstig mit einem Wäscheball, einem EL Weißweinessig gegen Kalk im Weichspüler-Fach und einem EL Soda im Waschmittelfach.

Bei diesem Waschgang habe ich die Waschmaschine nur halbvoll gemacht.

Im Grunde haben die Stoffwindeln mein gesamtes Waschverhalten geändert. Für wenig beschmutzte Wäsche benutze ich eigentlich immer den Wäscheball und Weißweinessig als Weichspüler und Entkalker mit ein paar tropfen ätherischem Öl, zurzeit Lavendel.

Da wir in der Landwirtschaft arbeiten, sind auch viele stark verschmutzte Kleidungsstücke an der Tagesordnung, da benutze ich Efeublätter, Essig mit ätherischem Öl und 2 EL Soda.

Anstatt einen Wäschetrockner, habe ich mir einen großzügigen Wäscheständer von Foppapadretti gekauft und bin mega zufrieden mit dieser Entwicklung.

Das ist gut für den Geldbeutel, für die Umwelt und für die Haut.

Probiert’s aus und schreibt mir eure Erfahrungen auf Facebook oder Instagram. Ich freue mich, von euch zu hören.

Alles Liebe,

Maria von TrogMi – all about babywearing

Leave a comment